Gutskontor Eglsee

Das Gut Eglsee ist seit 1891 im Besitz der Familie Carl Beckmann in Bayern. Das Gutskontor ist aktuell in fünf Geschäftsbereichen aktiv. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf der Landwirtschaft auf den drei Lössterrassen Eglseer Höhe, Gut Eglsee und Bogenbergblick (untere Lössterrasse). Die fruchtbaren Ackerböden liegen genau im Mittelpunkt des Gäubodens, der Kornkammer Bayerns. Alle Felder befinden sich in unmittelbarer Nähe des Hofes um den vollarrondierten Hof.

Im Ort Gschwendt (Gemeinde Ascha/Bayerischer Wald) gehören zu dem Gut Forstflächen. Weiterhin betreiben wir Waldwirtschaft in Leiblfing im Aitrachtal. Die Nachhaltigkeit und ein modernes Forstmanagement stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Eine natürliche Waldverjüngung und die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften des Waldes, seiner Stabilität bzw. Vitalität sowie der natürlichen Regenerationsfähigkeit sind eine Selbstverständlichkeit unseres Tuns.

Landwirte sind heute auch Energieproduzenten. Mittels Photovoltaikanlagen versorgt sich der Hof selbst und kann energieautark handeln. Die überschüssige Energie der Solaranlage wird in das regionale Netz der Straubinger Stadtwerke eingespeist.

Das vierte Geschäftsfeld sind die Immobilien auf Gut Eglsee. Im Jahr 1906 lebten 204 Menschen auf dem Gutsbetrieb. Auch 1946 waren es noch 192 Einwohner. Um die vielen Menschen unterzubringen, gab es 6 Landarbeiterquartiere. Da durch Rationalisierungsprozesse immer weniger Angestellte auf dem Betrieb mitarbeiteten, war im Jahr 2012 nur noch ein Landarbeiterhaus bewohnt. Zwischen 2013 und 2015 wurde ein Sanierungskonzept umgesetzt. Diese Immobilien werden heute an Menschen vermietet, die die Ruhe und Schönheit des Gutshofes schätzen.

Auf Eglsee gibt es viel Wissen. Dies gilt es auch anderen Berufskollegen zur Verfügung zu stellen. Dabei steht die nachhaltige Landwirtschaft im Fokus: Zu unseren Kernkompetenzen gehören das ressourcenschonende Management, Nachhaltigkeitsmodelle, zertifizierte Landwirtschaftsansätze oder regionale Vermarktungskonzepte.

Das Gutskontor Eglsee hatte bis 1972 auch eine Saatgutvermehrung und eine überregional bekannte Rinder-, Pferde- und Schafzucht. Da dies sehr personalkostenintensiv ist und der Hof in einem klassischen Ackerbaugebiet liegt, wurden diese Geschäftsbereiche 1972 eingestellt.